Fünf Oryxantilopen queren einen Dünenhang, dahinter ihre Spuren im Sand

Natur

Was in der Wüste überlebt

Der Sand am Dünenfuß ist morgens voller Zeichen. Ein paar Stunden später hat der Wind sie weggenommen, und die Wüste sieht wieder aus, als wäre nie etwas gewesen.

Halt beim ersten Mal kurz an und schau nach unten statt auf die Düne. Schmale Käferspuren, die im Zickzack den Hang queren. Eine feine Doppelspur, die mitten im Sand abbricht, weil sich dort etwas eingegraben hat. Kleine, fast handförmige Abdrücke am Rand eines Grasbüschels. Was in der Nacht unterwegs war, steht am Morgen im Sand geschrieben, und bis zum späten Vormittag hat der Wind die Seite wieder leer gefegt.

Tagsüber wirkt das Dünenfeld leer. Das täuscht. Fast alles, was hier lebt, ist nachts draußen oder in den zwei Stunden nach Sonnenaufgang, und fast jede Anpassung, die auf dieser Seite steht, beantwortet dieselbe Frage. Woher kommt das Wasser?

Der Nebel ist die eigentliche Wasserquelle

Regen fällt in der Namib in manchen Jahren gar nicht. Feuchtigkeit kommt trotzdem, nur nicht von oben, sondern von der Seite. Vor der Küste liegt der kalte Benguelastrom, warme Luft trifft darauf, und daraus werden flache Nebelbänke, die nachts landeinwärts ziehen. An der Küste der Namib zählt man mehr als 180 Nebeltage im Jahr.

Wie weit dieser Nebel ins Land kommt, geben die Quellen unterschiedlich an. Die klassische Angabe zur Nebelzone lautet rund 60 Kilometer, neuere Messungen zum Küstenstratus, der über das Gelände einströmt, nennen bis zu 100 Kilometer. Messungen aus den 1960er und 1970er Jahren kamen an küstennahen Stationen auf fast 200 Millimeter Nebelniederschlag im Jahr. Rund 100 Kilometer landeinwärts war davon nichts mehr übrig.

Eine unabhängige Bestätigung dieser Reichweite liefern die Käfer. Der Nebeltrinker-Käfer wurde vereinzelt bis 45 Kilometer landeinwärts nachgewiesen, also ungefähr bis dorthin, wo der Nebeleinfluss nach den Messungen aufhört. Wo der Nebel endet, endet auch er.

Dazu gehört eine Einschränkung, die viele Reiseseiten weglassen. Sossusvlei und Sesriem liegen deutlich weiter im Landesinneren als diese Zone, und eine Quelle schätzt den Anteil des Küstennebels dort als minimal ein. Eine belastbare Zahl zur Nebelhäufigkeit direkt bei Sesriem haben wir nicht gefunden. Der Nebel erklärt die Namib als Ganzes, ihre Käfer, Echsen und Geckos, aber die berühmten Nebeltrinker leben in der feuchteren westlichen Namib und nicht auf Big Daddy.

Nebeltage an der Küste
über 180 im Jahrkalter Benguelastrom, warme Luft
Reichweite landeinwärts
60 bis 100 kmje nach Quelle und Messmethode
Käfer nachgewiesen bis
45 km landeinwärtsOnymacris unguicularis
Kameldorn-Wurzeln
bis 60 m tiefin sandigem Boden bis zum Grundwasser
Nara-Wurzeln
bis 40 m langund bis zu 30 cm dick

Der Kopfstand des Käfers

Der Nebeltrinker-Käfer (Onymacris unguicularis) ist ein schwarzer Schwarzkäfer von rund zwei Zentimetern mit auffällig langen Beinen, endemisch in der Namib. Vor Sonnenaufgang klettert er auf den Dünenkamm, senkt den Kopf und stellt den Hinterleib in einem Winkel von etwa 20 Grad in den Wind. Am Körper kondensieren feine Tröpfchen, die an der Unterseite nach vorn zum Mund laufen. Ein Kopfstand, mit dem ein Insekt Wolken auswringt.

Billig ist das nicht. Der Käfer ist sonst tagaktiv, und beim Nebelbaden liegen die Temperaturen 20 bis 30 Grad unter dem, was ihm sonst zusagt. Er friert also für sein Wasser. Von über 200 Schwarzkäferarten der Namib beherrschen nur zwei dieses Verhalten, beide aus derselben Gattung. Die anderen Onymacris-Arten teilen sich das Gelände: eine am flachen Dünenfuß, eine an bewachsenen Hängen, eine bei den Sträuchern.

Den lokalen Namen Tok Tokkie tragen diese Käfer wegen eines Geräuschs. Männchen klopfen mit dem Hinterleib auf den Boden, um Weibchen anzulocken, und dieses Klopfen soll über mehrere Kilometer zu hören sein. Nach den Tok Tokkie Trails im NamibRand-Reservat ist ausgerechnet eine mehrtägige Wanderung benannt.

Die Echse, die auf dem Sand tanzt

Die Schaufelschnauzenechse (Meroles anchietae), auch Namib-Sandtaucher genannt, misst von der Schnauze bis zum Rumpfende kaum fünf Zentimeter und lebt in spärlich bewachsenen Dünen. Wenn die Sandoberfläche auf bis zu 70 Grad klettert, hebt sie abwechselnd diagonale Beinpaare an, vorne links mit hinten rechts, dann umgekehrt, ungefähr im Zehnsekundentakt, und stützt sich zwischendurch auf dem Schwanz ab. Der Thermo-Tanz kühlt nichts, er verteilt nur die Zeit, die jede Fußsohle auf dem heißen Sand verbringt.

Wird es zu heiß, taucht sie mit der schaufelförmigen Schnauze in kühlere Schichten ab und bleibt dort bis zu 24 Stunden. Getrunken wird Nebelkondensat, abgeleckt von Steinen und von der eigenen Haut. Populärwissenschaftliche Quellen schreiben ihr außerdem zwei Blasen zu, eine für Urin und eine für Wasser, in der sie bis zu 12 Prozent ihres Körpergewichts speichern soll. Eine Primärstudie dazu haben wir nicht geprüft.

Vier weitere Spezialisten

Trockenes Gras im Vordergrund, dahinter unscharf eine rote Düne
Grasbüschel am Dünenfuß sind Adresse für Termiten, Käfer und alles, was davon lebt.

Der Oryx und seine Kühlung

Der Oryx oder Spießbock (Oryx gazella) ist das Tier, das du auf dem Weg zu den Dünen am ehesten siehst, oft mitten in der Ebene, ohne Schatten weit und breit. Trinkwasser braucht er nicht. Den Bedarf deckt er über Pflanzen, und wasserreiche Kost wie Tsamma-Melonen und Wildgurken kann bis zu drei Liter je 100 Kilogramm Körpergewicht am Tag liefern. Aktiv ist er vor allem in der Dämmerung, wenn die Temperaturen erträglich sind und er Räuber besser sieht.

Dazu kommt eine Anatomie, die als selektive Gehirnkühlung beschrieben wird. Wie andere Paarhufer besitzt der Oryx ein Carotid Rete, ein Adernetz an der Halsschlagader, in dem warmes Blut vor dem Gehirn Wärme an kühleres Blut aus der Nase abgibt. Die Gehirntemperatur koppelt sich damit von der Körpertemperatur ab. Bei der verwandten Arabischen Oryx wurde ein Schwellenwert von 37,8 Grad gemessen und eine Kühlung von gut einem Grad unter der Temperatur der Halsschlagader.

Über diesen Mechanismus liest man fast immer den Zusatz, das Tier lasse seine Körpertemperatur dabei auf 45 Grad steigen. Die Zahl geht auf eine Studie von 1969 zurück. Wir konnten sie in keiner abrufbaren Primärquelle nachprüfen, deshalb steht sie hier nur als das, was sie ist: eine verbreitete Angabe ohne von uns geprüften Beleg. Der Mechanismus ist solide belegt, die Gradzahl nicht.

Was du in der Ebene siehst

Zwischen dem Sesriem-Tor und den Dünen läuft die Teerstraße rund 60 Kilometer durch offene Ebene mit Grasflächen und einzelnen Kameldornbäumen. Hier stehen die Springböcke, die als wüstenangepasste Antilope auch die trockensten Gebiete des Parks bewohnen. Strauße laufen oft in kleinen Gruppen parallel zur Straße. Schwarzrückenschakale traben meist allein, gern am frühen Morgen, und in der Namib lecken sie Feuchtigkeit von Steinen.

Das Hartmann-Bergzebra (Equus zebra hartmannae) siehst du dagegen nicht im Sand. Diese fast nur in Namibia vorkommende Unterart lebt in den Naukluft-Bergen östlich von Sesriem, wo 1968 eigens der Naukluft Mountain Zebra Park ausgewiesen wurde. Im Gebirge verteilen sich die Arten nach Höhe und Gelände: Bergzebras und Klippschliefer an den Steilhängen, Kudus in den Schluchten, Springbock, Oryx und Kronenducker auf den Plateaus.

Klippschliefer erreichst du auch ohne Umweg. Im Sesriem Canyon sitzen sie auf den Felsbändern, dazu kommen Paviane, gelegentlich Schlangen und die vielen Vögel, die in Löchern der Felswände nisten. Geh am Vormittag, wenn noch Schatten in der Schlucht steht.

Einzelner Oryx im hohen Gras, die langen geraden Hörner deutlich sichtbar
Ohne Trinkwasser durch den Sommer: Der Oryx holt sich seine drei Liter aus Melonen und Gurken.

Pflanzen, die tiefer graben

Der Kameldorn (Vachellia erioloba, früher Acacia erioloba) ist der Baum, der die Ebene prägt und der im Deadvlei seit Jahrhunderten tot herumsteht. Sein Trick liegt unter der Oberfläche: In sandigem Boden treiben die Wurzeln bis zu 60 Meter tief, bis sie Grundwasser erreichen. Deshalb wächst er bevorzugt in ephemeren Flussbetten wie dem des Tsauchab. Schatten wirft dort sonst nichts.

Robust ist er auch sonst. Er kommt mit Jahresniederschlägen zwischen 40 und 900 Millimetern zurecht und mit Tagestemperaturen von unter 15 bis 45 Grad. Sein Holz ist hart, schwer und beständig. Das erklärt, warum die toten Bäume im Deadvlei nach 600 bis 700 Jahren immer noch stehen, statt umzufallen. Traditionell werden gemahlene Früchte und ein Sud aus den Wurzeln gegen Ohrinfektionen, Zahnschmerzen und Tuberkulose eingesetzt. Wie das Deadvlei entstand, steht auf der Seite zur Entstehung der Namib.

Die Nara-Melone (Acanthosicyos horridus) ist in Namibia endemisch und wächst in einem 40 bis 60 Kilometer breiten Streifen entlang der rund 1.000 Kilometer langen Küste zwischen Oranje und Kunene. Die Wurzeln werden bis zu 30 Zentimeter dick und bis zu 40 Meter lang. Blätter hat sie keine: Die zwei bis drei Zentimeter langen Dornen sind zu Stacheln reduzierte Blätter, und Photosynthese betreibt der Strauch über Äste, Blüten und Dornen. So verliert er kaum Wasser.

Die Früchte haben in etwa die Größe von Straußeneiern, 15 bis 20 Zentimeter Durchmesser und über ein Kilo, mit rund 250 Samen im Fruchtfleisch. In einer Landschaft ohne Wasser ist das eine Mahlzeit, um die sich alles versammelt. Giraffen, Antilopen, Nashörner, Schakale und Hyänen fressen die Früchte, Elefanten und Stachelschweine verbreiten die Samen unverdaut. Für die Topnaar am Kuiseb ist die Nara traditionell eine zentrale Nahrungsquelle, Nama und Damara essen Früchte und getrocknete Samen und nutzen die Pflanze gegen Magenschmerzen, zur Wundheilung und als Sonnenschutz. Das Nara Vlei bei Sossusvlei trägt ihren Namen.

Zwei weitere Namen tauchen in Reisetexten zur Region regelmäßig auf, und beide verdienen eine Fußnote. Salvadora persica, der Zahnbürstenbaum, dient in Afrika und Asien seit langem zum Zähneputzen; einen Beleg für sein Vorkommen speziell in der Sossusvlei-Region haben wir nicht gefunden. Und Euphorbia damarana, der Damara-Milchbusch, gilt als eine der giftigsten Pflanzen Namibias, bis hin zu Rauch, der beim Verbrennen für Menschen gefährlich ist. Oryxantilopen fressen ihn in Dürrezeiten trotzdem, bis zu einem Viertel ihres Bedarfs, weil sie das Gift entgiften können. Die Studie dazu stammt allerdings aus dem Damaraland, nicht aus dem Süden der Namib.

Die Welwitschia wächst hier nicht

Kaum ein Irrtum hält sich hartnäckiger. Die Welwitschia (Welwitschia mirabilis) ist Namibias botanisches Wahrzeichen, und viele Reiseseiten setzen sie deshalb neben die Dünen von Sossusvlei. Das Verbreitungsgebiet endet im Süden am Kuiseb bei Gobabeb, also weit nördlich von Sesriem. Der Schwerpunkt liegt auf der Welwitschia-Vlakte im Dreieck zwischen Khan und Swakop, die höchste Dichte 50 bis 60 Kilometer von der Küste entfernt.

Wer sie sehen will, plant sie also bei Swakopmund ein und nicht bei Sesriem. Interessant ist sie ohnehin: Radiokohlenstoffdatierungen ergaben für gemessene Pflanzen 500 bis 600 Jahre, für die größten Exemplare werden durch Extrapolation bis zu 2.000 Jahre geschätzt. Auch die zweite verbreitete Behauptung über sie stimmt nicht. Nennenswert Nebelwasser nimmt die Welwitschia über die Blätter nicht auf, dafür sind sie zu dicht abgeschlossen. Das Wasser holt sie aus dem Boden.

Sozialweber, die größten Nester der Vogelwelt

Die Nester des Sozialwebers oder Siedelwebers (Philetairus socius) sehen aus, als hätte jemand einen Heuhaufen in einen Baum geworfen. Über vier Meter breit, weit über hundert Einzelkammern, Platz für bis zu 500 Vögel. Ein Nest kann hundert Jahre lang bewohnt bleiben, immer weitergebaut von einer Generation nach der anderen.

Zur Miete wohnt eine ganze Gesellschaft mit: Kalahari-Skinke, Gottesanbeterinnen, andere Webervögel, Prachtfinken, kleine Papageien, Halsband-Zwergfalken, Zwerguhus und eine Pseudoskorpion-Art, die nirgendwo sonst vorkommt. Das Verbreitungsgebiet der Art umfasst Zentralnamibia und die zentrale Kalahari. Als Trägerbäume nennt die Literatur vor allem Köcherbäume und Telefonmasten, ob auch der Kameldorn bei Sesriem solche Nester trägt, fanden wir in keiner Quelle ausdrücklich bestätigt. Wenn du auf der Fahrt einen Baum mit einem solchen Dach siehst, hast du deine Antwort selbst.

Wann du überhaupt etwas siehst

Die Wüste zeigt sich nicht auf Zuruf, sie zeigt sich früh. Das äußere Tor bei Sesriem öffnet zu Sonnenaufgang, und die erste Stunde danach ist die beste des ganzen Tages, für Tiere ebenso wie für Licht. Danach wird es still im Gelände, bis die Sonne tief steht.

Fahr die 60 Kilometer bis zum Parkplatz langsamer, als du müsstest. Bei Tempo 60 siehst du den Oryx im Gras, bei Tempo 100 siehst du Gras. Halt an, wo Grasflächen an den Dünenfuß stoßen, stell den Motor ab und warte fünf Minuten, bevor du weiterfährst. Auf dem Rückweg am Nachmittag steht die Sonne so, dass Spuren im Sand wieder Schatten werfen.

Nachtaktive Tiere bekommst du selbst kaum zu sehen, denn im Park darfst du dich nach Sonnenuntergang nicht mehr aufhalten. Wer Geckos, Sandottern und Skorpione sehen will, bucht eine geführte Wüstenwanderung oder eine Nachttour über eine Lodge; ein Überblick steht bei den Aktivitäten. Für alles andere reichen früh aufstehen, Fernglas und ein Fuß, der leicht vom Gas geht.

Unser TippNimm dir am Dünenfuß zehn Minuten für den Boden statt für den Horizont. Käferspuren, Geckoabdrücke und die abbrechende Doppelspur einer Sandotter liegen dort schon vor der ersten Kaffeepause, und nach dem Vormittagswind ist davon nichts mehr übrig.

Häufige Fragen zu Pflanzen und Tieren der Namib

Gibt es bei Sossusvlei Welwitschias?

Nein. Das Verbreitungsgebiet der Welwitschia (Welwitschia mirabilis) reicht von Angola nach Süden nur bis zum Kuiseb bei Gobabeb und endet damit weit nördlich von Sossusvlei und Sesriem. Der Schwerpunkt liegt auf der Welwitschia-Vlakte zwischen Khan und Swakop, also in einer ganz anderen Ecke der Namib.

Woher bekommen die Tiere der Namib ihr Wasser?

Die wichtigste Quelle ist der Nebel vom kalten Benguelastrom: An der Küste der Namib zählt man über 180 Nebeltage im Jahr, landeinwärts reicht er je nach Quelle 60 bis 100 Kilometer weit. Viele Arten trinken Nebelkondensat oder decken den Bedarf über die Nahrung. Sossusvlei selbst liegt weiter im Landesinneren als diese Nebelzone.

Welche Tiere sieht man auf dem Weg nach Sossusvlei?

Auf der Ebene zwischen dem Sesriem-Tor und den Dünen stehen Oryxantilopen, Springböcke und Strauße, dazu kommen Schwarzrückenschakale. Am besten in der ersten und in der letzten Stunde des Tages, wenn die Tiere aktiv sind. Im Sesriem Canyon leben Klippschliefer und Paviane.

Wie tief wurzelt der Kameldorn?

Der Kameldorn (Vachellia erioloba) treibt seine Wurzeln in sandigem Boden bis zu 60 Meter tief, bis er Grundwasser erreicht. Deshalb stehen die grünen Kameldornbäume im trockenen Bett des Tsauchab auf dem Weg nach Sossusvlei, obwohl dort jahrelang kein Wasser fließt.

Hält der Oryx wirklich 45 Grad Körpertemperatur aus?

Belegt ist beim Oryx (Oryx gazella) der Mechanismus, nicht die Zahl: Über ein Adernetz an der Halsschlagader, das Carotid Rete, hält das Tier sein Gehirn kühler als das übrige Blut. Die oft zitierten 45 Grad Körpertemperatur stammen aus einer Studie von 1969, die im Rahmen unserer Recherche nicht als Primärquelle abrufbar war.