Der Boden klingt hohl. Weiße Lehmplatten, an den Rändern hochgebogen, dazwischen Risse, in denen der Schuh hängen bleibt. Über der Pfanne läuft der Grat von Big Daddy gegen den Himmel, und im Lauf des Vormittags zieht sein Schatten über die Fläche wie ein Zeiger. Deadvlei ist keine Landschaft, sondern ein Standbild.
- Seit die Bäume starben
- 600 bis 700 Jahre
- Fußweg ab dem Parkplatz
- gut 1 km
- Dauer, je nach Quelle
- 10 bis 20 Minuten
- Boden der Pfanne
- Kalk und Ton
Die Bäume stehen dort, weil dort einmal Wasser war. Nach starken Regen erreichte der Tsauchab die flache Senke, staute sich, und im feuchten Lehm wuchsen Kameldornbäume heran. Dann wanderten die Dünen davor. Der Fluss suchte sich einen anderen Weg, das Wasser blieb aus, und die Bäume vertrockneten. Unter der Pfanne liegt heute eine dicke Kalkschicht, durch die selbst tiefe Wurzeln nicht mehr an das Grundwasser kommen.
Verrottet sind sie nie. Pilze und Bakterien, die Holz zersetzen, brauchen Feuchtigkeit, und die gibt es hier nicht. Versteinert sind die Stämme deshalb auch nicht, sie sind schlicht ausgetrocknet und von der Sonne schwarz gebrannt. Beim Alter wird die Quellenlage dünn: Die englische Wikipedia nennt 600 bis 700 Jahre, also ein Absterben zwischen etwa 1340 und 1430, und das ist die am besten belegte Angabe. Die vielerorts genannten 900 Jahre ließen sich dagegen keiner seriösen Quelle zuordnen, sie tauchen nur in Reiseblogs auf.

- Dauer
- ein bis zwei Stunden ab dem Parkplatz
- Kosten
- im Parkeintritt enthalten
- Wann
- in der ersten Stunde nach Sonnenaufgang
- Ab dem Sesriem-Tor
- 65 km, 75 Minuten
Unser TippLauf nicht quer über die Pfanne, sondern am Rand entlang, und steig ein Stück den Dünenhang hinauf. Von dort siehst du die Bäume vor der roten Dünenwand statt vor dem Himmel. Der Rückweg im weichen Sand dauert länger.
Deadvlei: häufige Fragen
Warum stehen im Deadvlei tote Bäume?
Im Deadvlei bei Sossusvlei erreichte der Tsauchab nach starken Regen einmal die flache Senke, und im feuchten Lehm wuchsen Kameldornbäume heran. Später schoben sich Dünen vor die Stelle, der Fluss blieb weg, und die Bäume vertrockneten.
Wie alt sind die Bäume im Deadvlei?
Die abgestorbenen Kameldornbäume im Deadvlei starben nach der am besten belegten Angabe vor 600 bis 700 Jahren, also etwa zwischen 1340 und 1430. Die oft genannten 900 Jahre ließen sich keiner seriösen Quelle zuordnen.
Warum verrotten die Bäume im Deadvlei nicht?
Für Fäulnis fehlt im Deadvlei die Feuchtigkeit, denn holzzersetzende Pilze und Bakterien brauchen Wasser. Die Stämme sind deshalb nicht versteinert, sondern ausgetrocknet und von der Sonne geschwärzt.
Was ist der Unterschied zwischen Deadvlei und Sossusvlei?
Sossusvlei ist die Pfanne, in der der Tsauchab endet und in der selten noch Wasser steht. Deadvlei liegt abgeschnitten daneben und ist seit Jahrhunderten trocken; die weißen Trockenrisse mit den toten Bäumen findest du im Deadvlei.
