Ein dorniger, blattloser Busch am Rand der Pfanne, grün, obwohl seit Monaten kein Regen gefallen ist. Das ist die Nara. Der Busch sieht aus, als hätte jemand einen Haufen Stacheldraht liegen lassen.
- Länge der Nara-Wurzeln
- bis 40 m
- Durchmesser der Frucht
- 15 bis 20 cm
- Samen je Frucht
- rund 250
- Verbreitung der Pflanze
- nur in Namibia
Die Nara-Melone wächst nur in Namibia, in einem 40 bis 60 Kilometer breiten Streifen entlang der Küste zwischen Oranje und Kunene. Blätter hat sie keine. Photosynthese betreibt sie über Äste, Blüten und Dornen, das spart Wasser. Die Wurzeln werden bis zu 30 Zentimeter dick und bis zu 40 Meter lang und reichen damit bis ans Grundwasser unter dem Sand. Die Frucht erreicht die Größe eines Straußeneis, wiegt über ein Kilo und trägt rund 250 Samen.
Für die Tiere der Wüste ist das eine der wenigen verlässlichen Mahlzeiten. Antilopen, Schakale und Hyänen fressen die Früchte, Stachelschweine und Elefanten verbreiten die Samen. Und für Menschen ist die Nara seit Generationen Nahrung: Die Topnaar am Kuiseb nutzen Fruchtfleisch und getrocknete Samen bis heute. Zum Naravlei selbst ist die Quellenlage dünn. Es liegt in der Nähe von Sossusvlei, bekommt gelegentlich noch Wasser und gilt als eine der vier Pfannen des Gebiets.

- Dauer
- eine halbe Stunde am Rand der Pfanne
- Kosten
- im Parkeintritt enthalten
- Wann
- am selben Vormittag wie Sossusvlei
- Ab dem Sesriem-Tor
- 65 km, 75 Minuten
Unser TippFass die Nara nicht an, ihre Dornen werden zwei bis drei Zentimeter lang und sitzen dicht. Hängen Früchte am Busch, lass sie hängen. Für Oryx, Schakal und Stachelschwein sind sie oft die einzige Feuchtigkeit weit und breit.
Naravlei: häufige Fragen
Woher hat das Naravlei seinen Namen?
Das Naravlei bei Sossusvlei ist nach der Nara-Melone benannt, einer dornigen, blattlosen Wildpflanze, die am Rand der Pfanne wächst. Die Früchte dieser Pflanze sind seit langem Nahrung für Wüstentiere und für die Topnaar am Kuiseb.
Was ist eine Nara-Melone?
Die Nara-Melone wächst nur in Namibia, in einem 40 bis 60 Kilometer breiten Streifen entlang der Küste. Blätter hat sie keine, die Photosynthese läuft über Äste und Dornen, und mit bis zu 40 Meter langen Wurzeln erreicht sie das Grundwasser unter dem Sand.
Kann man die Früchte der Nara essen?
Die Früchte der Nara-Melone sind essbar, Nama und Damara nutzen Fruchtfleisch und getrocknete Samen seit Generationen. Im Park lässt du sie besser hängen, dort sind sie Nahrung für Antilopen, Schakale und Stachelschweine.
